Wie lange dauert eine IVF-Behandlung?
Der menschliche Körper ist großartig, aber auch unvorhersehbar. Selbst mit den fortschrittlichsten Bildgebungstechnologien ist es nicht einfach, zu sehen, was im Inneren vor sich geht. Obwohl wir möglicherweise nicht genau wissen, was die Unfruchtbarkeit verursacht, ist die In-vitro-Fertilisation (IVF) in der Regel der effektivste Weg, um zu helfen, wenn eine Frau versucht, schwanger zu werden. Die IVF-Behandlungsmethode ermöglicht es uns, eine kontrollierte Umgebung zu schaffen, die die Befruchtungschancen der Eizelle erheblich erhöht.
Die Phasen der IVF-Behandlung
Woche 1: Erste Besuche und Beratungen
Nach all den Träumen, Diskussionen, Sorgen, Gedanken und Planungen sind Sie bereit, wie immer. Die Suche nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung ist ein mutiger Schritt und geht oft mit Hunderten von Fragen einher. Diese erste Phase ist eine Gelegenheit, einige konkrete Antworten zu finden. Erstes Treffen: Bei diesem ersten Termin wird die Klinik eine umfassende Krankengeschichte von Ihnen und Ihrem Partner aufnehmen und versuchen, Fragen oder Bedenken zu beantworten, die Sie möglicherweise haben. Zögern Sie nicht, mit einer langen Liste zu kommen; Es ist wichtig, gut informiert zu sein und sich wohl zu fühlen, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.
Beratung durch den Klinikkoordinator: In diesem Termin werden Ihre Diagnose und die Details des gewünschten Behandlungsplans überprüft. Sie werden lernen, wie Sie die für den IVF-Prozess verwendeten Medikamente selbst verabreichen und wichtige Verfahren planen. Finanzberatung für die IVF-Behandlung: Eine gute finanzielle Beratung und Ratschläge helfen dabei, einige Belastungen zu minimieren. In diesem Beratungsgespräch werden Sie Ihre Versicherungsoptionen überprüfen, einschließlich der Abdeckung für IVF. Wenn IVF nicht abgedeckt ist, gibt es viele flexible Optionen zu erkunden, einschließlich der Finanzierung von IVF.
Wochen 2-4: Vorbereitung beginnt
Hier beginnt alles wirklich.
Vorbereitung vor der IVF-Behandlung: Um Ihre Fruchtbarkeit klarer zu bestimmen, werden umfassende Labortests durchgeführt, sodass Ihre Fruchtbarkeitsspezialisten Ihnen ein personalisiertes IVF-Protokoll bieten können.
Gängige vorbereitende Tests für die IVF-Behandlung umfassen:
Ein Bluttest-Panel
Ultraschalluntersuchungen
Infektionskrankheits-Screening
Beurteilung der Gebärmutter
Tests zur männlichen Fruchtbarkeit, einschließlich Spermienanalyse
Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln: Der nächste Schritt besteht darin, den Menstruationszyklus zu regulieren und Ihre Eierstöcke vorzubereiten. Abhängig von der Länge des Zyklus können Sie 2-4 Wochen nach der Diagnose mit der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln beginnen.
Der Vorgang der Befruchtung in der IVF-Behandlung
Überwachungsphase der IVF-Behandlung
Woche 5: Medikamente und Überwachung
Nach der Verwendung hormoneller Verhütungsmittel beginnen Sie mit einem Prozess, der als Kontrollierte Ovarial-Hyperstimulation (COH) bekannt ist. In der Klinik wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um die Gebärmutter und die Eierstöcke zu beurteilen. Der COH-Prozess besteht aus zwei Hauptabschnitten. Beginn der Einnahme von Fruchtbarkeitsmedikamenten (ungefähr zwei Wochen lang): Orale Fruchtbarkeitsmedikamente wie Clomid und/oder injizierbare Follikelstimulierungshormone wie Follistim und Gonal-F werden verwendet, um eine überdurchschnittliche Reifung der Eier in den Follikeln Ihrer Eierstöcke in einem normalen Zyklus zu erreichen.
Das Ziel ist die Produktion von mindestens 4 Eiern unter Verwendung von Fruchtbarkeitsmedikamenten. Überwachungsbesuche (während der Fruchtbarkeitsbehandlung): Während dieser Zeit werden Ultraschall- und Bluttests verwendet, um die Entwicklung Ihrer Follikel und Eier genau zu verfolgen. Dies ist der zeitaufwändigste Teil des IVF-Prozesses und erfordert 5-7 Besuche.
Woche 6-7: Auslösung, Eizellentnahme und Befruchtung
Nach etwa 10-12 Tagen der Fruchtbarkeitsmedikation, sobald festgestellt wird, dass die Follikel eine geeignete Größe erreicht haben, ist es Zeit, den letzten Reifungsprozess der Eizellen mit hCG auszulösen und die Ultraschall-Eizellentnahme 36 Stunden später zu planen. Eizellentnahme: Dies ist ein eintägiger Eingriff, der unter Sedierung in der Klinik durchgeführt wird.Die Eizellen und Spermien werden im Labor zusammengeführt: Wenn alles gut läuft, entstehen Embryonen. In diesem Stadium gibt es verschiedene Optionen, die die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöhen können.
Die Präimplantationsgenetik-Screening (PGS) oder Diagnose (PGD) können dazu beitragen, dass nur gesunde Embryonen transferiert werden. Dieser Test wird häufig bei wiederholten Fehlgeburten eingesetzt. 3-6 Tage nach der Befruchtung werden die Embryonen für den Transfer bewertet: Die tägliche Überwachung hilft den Experten dabei, zu entscheiden, welche Embryonen für den erfolgreichen Transfer ausgewählt werden können, und die täglichen Berichte des IVF-Labors halten Sie über den Fortschritt auf dem Laufenden.
Embryo- oder Blastozystentransfer: Etwa 3 Tage nach der Befruchtung sind die Embryonen bereit für den Transfer, aber einige Patienten bevorzugen es, einige Tage zu warten, bis sie die Blastozystenstufe erreichen (in der Regel 5 Tage nach der Befruchtung). Der Embryo oder die Blastozyste wird durch einen dünnen, flexiblen Plastikschlauch, der vorsichtig durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt wird, übertragen. Nach dem Transfer erhalten Sie Progesteron zur Unterstützung der Gebärmutterschleimhaut und zur Förderung der Einnistung.